«Der Mehrwert für die Klienten steigt sobald Synergien durch verschiedene Dienstleistungen entstehen.“

 

Management Summary zur integrierten Versorgung (6)

A. Bessere Versorgungsqualität: Behandlungen und Pflege sind besser aufeinander abgestimmt; weniger Informationsverluste an Übergängen.

B. Höhere Patientensicherheit: Weniger Medikationsfehler, Doppeluntersuchungen und Versorgungslücken durch klar definierte Schnittstellen und Verantwortlichkeiten.

C. Kosten- und Ergebnisorientierung: Fokus auf Gesamtverlauf statt auf einzelne Einzelleistungen, weil dadurch eine bessere Wirtschaftlichkeit in der Versorgung entsteht.

D. Bessere Zusammenarbeit der Berufsgruppen: Interprofessionelle Teams mit gemeinsamen Zielen verbessern Entscheidungsqualität und Geschwindigkeit.

E. Höhere Zufriedenheit von Patient:innen und Angehörigen: Klare Ansprechpersonen, verständliche Abläufe, weniger „Herumreichen“ zwischen Stellen.

F. Stärkere regionale Versorgungssicherheit: Verbindliche Kooperationen zwischen Spital, Pflegeheim, Spitex und Gemeinden stabilisieren die Versorgung vor Ort.

«Integrierte Versorgung» kann auch als «koordinierter» oder «vernetzter» Versorgungspfad bezeichnet werden. Eine einheitliche Definition von «Integrierter Versorgung» bzw. von integrierten Versorgungsmodellen gibt es aktuell noch nicht – je nach Kontext und treibendem Akteur sind die einzelnen Elemente unterschiedlich ausgestaltet und werden unterschiedlich gewichtet. Viel wichtiger ist die lückenlose Zusammenarbeit der einzelnen Leistungserbringer, ohne das Informationen verloren gehen und damit die Klienten insgesamt durch das Konzept einen persönlichen Mehrwert in ihrer bedürfnisorientierten Pflege / Betreuung erfahren.

Von der Struktur zu den Behandlungspfaden

Integrierte Versorgung zeichnen sich durch die strukturierte und verbindliche Zusammenarbeit verschiedener Leistungserbringer über den ganzen Behandlungs-/Betreuungspfad aus. Die Klientinnen und Klienten nehmen eine aktive Rolle ein, indem sie zum selbständigen Umgang mit ihrer Situationen zwischen den Polen von persönlichen Autonomie und Unterstützungsgrad durch Profis, in die Behandlungsentscheide proaktiv und aktiv mit einbezogen werden. 

Eine Fachperson dient den Klienten hierbei als Bezugsperson und «individueller Fallkoordination» und damit als erste Ansprechpartnerin (Klientenmanagement). Ein weiteres zentrales Element sind standardisierte Kommunikationsprotokolle und Behandlungspfade, welche eine strukturierte Entscheidungsfindung ermöglichen sollen. 

Die laufende Dokumentation der Verlaufsgeschichte in einer digitalen Planungsplattform, auf welches die Klienten sowie alle relevanten Fachpersonen (Hausärzte, Pflegepersonen, Aktivierungstherapeuten etc.) Zugriff haben, ist eine Voraussetzung zur Umsetzung der integrierten Versorgung.

Aufgabe der Integrierten Versorgung

Die Integrierte Versorgung hat die Aufgabe zu den Herausforderung in der Zukunft zu den Themen «Leben und Wohnen im Alter» fundierte, tragfähige und sich an den Klienten orientierenden Antworten zu erarbeiten, eine durchlässige Versorgungskette von ambulanten, intermediären und stationären Strukturen und Angeboten zu gewährleisten.

Mehr Informationen zur Integrierten Versorgung?

E-Mail: info@health-focus-consulting.ch

 

Michael Buik, Geschäftsführer der Versorgungsregion Alter Birstal, 2025