Agile Arbeitsmodelle – Rückkehr der Arbeitsfreude in der Pflege!
Agile Arbeitsmodelle können die Lösung dafür sein, die anhaltende Abwanderung von Pflegeprofis aufzuhalten? Erfahrungsgemäss ist ein solcher Trend nicht nur durch mehr Geld in Form von «Kopfprämien» oder «Rückkehrboni» aufzuhalten. Es braucht neue Ansätze, die die Arbeitssituation in den Aufgabenbereichen verbessert. Den Pflegenden wird damit mehr Handlungsfreiheit und operative Verantwortung übergeben. Selbstorganisation ist der Ansatz!
Selbstorganisation bedeutet, Aufgaben und Zeit so zu steuern, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Dafür braucht es klare Prioritäten, feste Abläufe und kurze Planung.
Am Anfang steht ein Ziel. Danach teilt man die Aufgaben in kleine Schritte. So wird die Arbeit übersichtlich und der Start fällt leichter. Hilfreich ist eine kurze Liste mit drei wichtigsten Punkten pro Tag.
Prioritäten entstehen durch zwei Fragen: Was ist wichtig und was ist dringend. Dringende und wichtige Aufgaben kommen zuerst. Wichtige, aber nicht dringende Aufgaben bekommen einen festen Termin. Zur Planung gehört auch, unwichtige Aufgaben zu gestrichen oder später zu erledigen. Die Unterscheidung nach Dringlichkeit und Wichtigkeit ist hierbei sehr wichtig.
Zeitblöcke helfen beim Fokus. In einem Zeitblock wird nur eine Aufgabe bearbeitet. Störungen werden reduziert, zum Beispiel durch stumme Benachrichtigungen und einen aufgeräumten Arbeitsplatz. Pausen werden geplant, damit die Leistung stabil bleibt.
Am Ende des Tages folgt ein kurzer Check.
So entsteht ein einfacher Rhythmus, der Kontrolle gibt und Stress senkt.
Teams müssen in einer Arbeits- und Lebenswelt, die sich stark verändert und schwer planbar ist, mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies setzt viel Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die aktive Auseinandersetzung mit den vier Grundstörungen der modernen Arbeitswelt
– Volatilität: Viel Veränderung in kurzer Zeit.
– Unsicherheit: Weniger Vorhersagbarkeit, mehr Risiko und offene Fragen,
– Komplexität: Viele Faktoren hängen zusammen, Ursachen sind schwer zu erkennen,
– Ambiguität (Mehrdeutigkeit): Informationen können unterschiedlich gedeutet werden, es gibt selten nur „eine“ richtige Antwort.
oder kurz VUKA voraus.
Auch die Führungspersonen durchlaufen einen Wandel. Hierarchische Muster wie Macht, Kontrolle und Distanz sind nicht mehr notwendig. Der Vorgesetzte wird zu einem agilen Coach, der «dem Team zur Verfügung steht» und bestehende Hindernisse aus dem Weg räumt bzw. das Team bei der Überwindung dieser Hindernisse unterstützt.
Habe ich Ihr Interesse geweckt – gerne unterstütze ich Sie dabei mit einem ersten Kick-Off-Meeting.
Ihr Michael Buik
«Aus der Praxis, für die Praxis»
